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Trickkiste

Clickertraining – Wieso, weshalb, warum

Mir ist gerade ein extrem großer Fehler aufgefallen, in meiner bisherigen „Hundetricks-erklären“-Sache. Ein ziemlich fataler Fehler, denn ich schreibe in jedem „Trickkiste„-Artikel schreibe ich früher oder später „und dann einfach clickern!“ . Ist ja zauberhaft, aber wie genau funktioniert das sogenannte „clickern“ denn?

Und genau diese Frage möchte ich euch heute beantworten. Immerhin ist das berüchtigte Click-Geräusch die Basis unserer Trickkiste und das clickern erleichtert uns das Leben einfach um einiges. Zu Beginn dieses Artikels möchte ich euch aber auch noch darauf hinweisen, dass ich selbst keine Bücher etc. zum clickern gelesen habe, lediglich ein bis zwei Artikel und Videos auf Youtube bilden nun meinen Wissenschatz.

Womit clickern?

Für das Clickertraining gibt es sogenannte Clicker, die ein Knallfroschähnliches Klick-Geräusch von sich geben. Diese Clicker gibt es in vielen verschiedenen Farben und Formen, wir selbst haben zwei Stück – einen für jedes Cavaliermädchen.
Denn jeder Clicker hat auch ein ganz individuelles Geräusch – sogar Clicker der selben Firma mit selber Form unterscheiden sich, wenn auch nur minimal, voneinander. Wenn man als Mensch genau hinhört, kann man die einzelnen Clicker sogar ziemlich gut unterscheiden. Für unsere Hunde ist das übrigens ein Klacks!
  Die Clicker könnt ihr in eurem örtlichen Zoofachhandel erwerben oder ihr bestellt euch einfach einen im Internet für wenig Geld. Unseren ersten Clicker habe ich übrigens geschenkt bekommen, den zweiten für knapp 5€ von Trixie gekauft.

Wieso (weshalb, warum) Clickern?

Anfangs war ich mir nicht sicher, ob ich mit dem Clicker arbeiten möchte oder ob es mir nicht doch zu umständlich sein würde, die Hunde erst noch darauf zu konditionieren. Zum Glück habe ich mich für das Clickern entschieden! Hier sind ein mal kurz und knapp die wesentlichen Vor- und Nachteile für euch:
Nachteile:
  • Der Hund muss auf das Clickern konditioniert werden
  • Der Clicker muss ab sofort beim Tricktraining dabei sein
Vorteile:
  • Das Clickern erlaubt ein sehr genaues Belohnen, auch auf weite Entfernung
  • Ihr spart (wenn ihr wollt) einiges an Leckerli ein
  • Auch zufällig ausgeführte Tricks (Hund setzt sich hin – Click!) können belohnt werden
  • Bei mehreren Hunden (und Clickern) können die Hunde für verschiedene Aktionen separat belohnt werden (ohne sie evtl. fürs Training trennen zu müssen)
Soo.. Das sind die für mich entscheidenden Vorteile, die für das Clickern sprechen. Zu den Nachteilen: Der Clicker ist ganz schön winzig, weshalb er nicht mal wirklich Platz weg nimmt, da er auch in die kleinste Hosentasche passt. Dementsprechend ist er auch nicht wirklich schwer. Das Konditionieren (dazu gleich mehr) ging übrigens auch ganz schön fix!

Wie konditioniere ich meinen Hund auf das Click?

Die Frage habe ich mir auch gestellt, als endlich Hayley bei uns einzog und meine damalige Klassenkameradin ganz entspannt sagte: „Du musst sie nur mal eben darauf konditionieren, dann passt das!“.
Zwei Artikel und ein Youtube-Video später, hatte ich die Frage für mich auch schon beantwortet. Aber die einfache Gleichung Click! = Leckerli hätte es auch einfach getan. Denn genau das ist das Prinzip des Clickerns: Der Hund lernt, dass das Click-Geräusch etwas Tolles ist und dass er bei jedem Click eine Belohnung zu erwarten hat.
Das einzige was ihr dazu benötigt ist der Clicker und Leckerli – eine Menge Leckerli. Für Hayley habe ich damals einen Teil ihrer Trockenfutterration fürs Konditionieren genommen, bei Darida und dem Barf war das ganze etwas schwieriger. Also achtet darauf, eure Hunde nicht pummelig zu konditionieren. Da ich vor Daridas Einzug mit dem Selberbacken der Hundekekse angefangen habe, wurde sie mit diesen Keksen konditioniert. Ein Rezept für Thunfisch-Kekse haben wir hier für euch und eins mit Innereien gibt es hier.
unsere Innereien-Kekse
Wenn ihr die zwei Sachen habt, schnappt ihr euch euren Hund und dann geht es auch schon los. Eine handvoll Leckerli in der einen, den Clicker in der anderen Hand und dann abwechselnd clickern und dem Hund ein Leckerli ins Mäulchen schieben.
Ich habe immer ca. 30 Wiederholungen gehabt – Click!, Leckerli, Click!, Leckerli, … – und dann gab es für das Welpenköpfchen ein paar Stunden Pause, ehe das ganze Prozedere dann nochmal von vorne los ging. Nach der zweiten Übungseinheit hatte Hayley das Prinzip verstanden, ich habe sie trotzdem noch einen zweiten und einen dritten Tag so konditioniert – sicher ist sicher.

Wie trainiere ich denn jetzt mit dem Clickern?

Das ist der einfachste Teil des Ganzen: Sobald dein Hund auf das Clickern konditioniert ist, brauchst du einfach nur deinen Clicker in der Hand halten und drauf drücken, sobald er das Verhalten zeigt, das du dir gerade von ihm wünscht.
Ein Beispiel: Du möchtest, dass dein Hund dir die Pfote gibt. Also breitest du deine flache Hand vor ihm aus (evtl. hilfst du mit einem Leckerli als Anreiz nach), sobald er dann seine Pfote in deine Hand legt, clickerst du. Jetzt sollte dein Hund Folgendes verknüpfen: Pfote in die Hand legen = super, ganz toll = Belohnung.
Ich habe das Clickern für uns ein wenig abgewandelt, weshalb es bei uns immer noch Leckerli als Belohnung gibt. Nicht jedes Mal, aber ganz schön häufig. Immerhin möchte ich auch 100% sicherstellen, dass die Mädels motiviert bleiben.

Na, habt ihr Lust bekommen, ein paar neue Tricks zu lernen? Hier findet ihr eine Auswahl an Trickanleitungen für euch, die stetig wächst!

 
Bis bald,
 
eure Cavaliermädchen!
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