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Sonstiges

Ein aufregendes Jahr geht zu Ende – Leb‘ Wohl 2017

Jedes Jahr aufs Neue frage ich mich, wie schnell die Zeit eigentlich vergeht. Ich habe das Gefühl, sie rinnt einem wie Sand zwischen den Fingern – ein Mal nicht richtig hingeschaut, ist sie auch schon weg. Ein Moment verfliegt so schnell, nur ein Augenblinzeln und er ist vorüber.

Unsere schnelllebige Welt macht das Ganze nur noch schlimmer. Gerade deshalb habe ich mehr und mehr das Bedürfnis, die großen und kleinen Momente des Lebens festzuhalten. Seit August 2016 schreibe ich wieder Tagebuch, nicht wirklich regelmäßig, aber ich gebe mir Mühe. Dieses Jahr habe ich noch einen drauf gesetzt und zwei Neuerungen hinzugefügt, um ja nichts wichtiges zu vergessen: Zum einen habe ich wirklich ein Marmeladenglas mit tollen Momenten gefüllt, das nur noch darauf wartet, morgen geöffnet zu werden. Dann kann ich wirklich fast schon an allen Marmeladenglas-Momenten schnuppern. Darauf freue ich mich schon riesig! Zum anderen habe ich diesen Blog ins Leben gerufen, der von Monat zu Monat wächst und mit dem ich euch alle an unseren Momenten teilhaben lassen kann, seien es die großartigen oder die grausigen.

Wie ihr in unserem Archiv nachlesen könnt, haben wir euch (obwohl wir erst Ende Mai gestartet sind) bereits in 44 Artikeln auf dem Laufenden gehalten. Ein „Best-of“ habe ich heute für euch zusammen gefasst und mit ein paar Geschichten bestückt, die ihr noch nicht kanntet. Also, wir wär’s – wollt ihr uns auf unserem allerersten Jahresrückblick begleiten?

Januar

Das Jahr begann für uns mit den wichtigsten Menschen, die es gibt. Silvester 2016 verbrachten wir bei meiner Mutter, mit meinen Geschwistern und unseren besten Freunden. Leider nicht so ganz entspannt, denn das letzte Abitur-Halbjahr kam mit dem neuen Jahr.
Deshalb habe ich an den Januar kaum Erinnerungen, wenn ich ehrlich bin. Bis auf Lernen und Klausuren, gibt es nichts in meinem Kopf. Doch, da ist doch noch etwas – Hayley. In dieser Zeit habe ich meinen Hund so sehr lieben gelernt, wie noch nie zuvor. Sie hat es irgendwie geschafft, mich bei dem ganzen Stress zu entschleunigen und zu entspannen. Nach einiger Zeit hatten wir sogar feste Rituale: Wenn ich mal wieder an den Lernzetteln gearbeitet hatte, saß sie auf meinem Schoß und schlief seelenruhig vor sich hin. Wenn ich meinen Kopf frei kriegen musste, schnappte ich die Leine und wir entschwanden in den Wald. Und wenn ich den Kopf vor lauter Stress ganz tief hängen ließ, verstand sie es, mir mit Leichtigkeit wieder ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Oh und noch etwas ganz entscheidendes ist passiert: das Herrchen hat endlich zugestimmt, dass in nächster Zukunft ein zweiter Hund bei uns einzieht und erlaubt, dass ich meine Wunschzüchterin kontaktiere.

Februar

Wenn ich in meinen Kalender gucke, und die Termine für den Februar durchgehe, sehe ich neben dem Valentinstag nur eins: Klausuren.
 „02.02. – Fachpraxis“
„09.02. Deutsch“
„10.02. Spanisch“
„16.02. Betriebswirtschaft“ – aber Stop, da ist noch etwas in meinem Kalender eingetragen: „Daridas Geburt“. Am 16. Februar 2017 hat mein kleiner schwarzer Engel das Licht der Welt erblickt und ich bin ganz sicher, dass mir das Jahr 2017 kein besseres Geschenk hätte machen können.
(c) Nicole Sarnowski
Wie ich euch hier schon mal erzählt habe, wusste ich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht, dass es meine Darida sein würde. Ich war einfach  nur verliebt in die Fotos dieses kleinen, glänzenden Wesens.

März

Im März ging es dann im wahrsten Sinne um die Wurst: die ersten Abiturklausuren standen an. Normalerweise schreibt man die ersten Klausuren erst nach den Osterferien. Allerdings habe ich mein Abitur an einem beruflichen Gymnasium gemacht, an dem eben auch andere Fächer unterrichtet wurden. Betriebwirtschaft (P1) und Volkswirtschaft (P4) wurden noch vor den Ferien geschrieben, erstes sogar direkt drei Tage nach unserem letzten Schultag. Aber am Ende zählte für mich nur eins: Es ist vorbei. Das Bammeln kam dann vor der Notenverkündung zurück.
Nach den Prüfungen gab es hier und da ein kleines Highlight: Meine Schwester wurde 15, wofür ich meine allererste Motivtorte gemacht habe (und gar nicht mal so schlecht, möchte ich anmerken!) und wir waren auf der Tattoo Convention in Leipzig, sozusagen als Belohnung.

April

Mein absoluter Lieblingsmonat!
Im April fingen Hayley und ich mit unserem gemeinsamen Hobby, dem Agility, an. Ich war so froh, dass ich einen der beliebten Plätze für den Kurs ergattern konnte, für den ich mich Ende 2016 angemeldet hatte.
Außerdem schrieb mir unsere Züchterin, dass ich Darida doch noch zu mir holen könnte und mein Traum von diesem kleinen Wesen ging doch noch in Erfüllung. Ich weiß noch genau, dass ich, nachdem ich sie besucht hatte, tagelang nicht schlafen konnte. Am Karfreitag zog sie dann endlich zu uns und ich hätte wirklich nicht glücklicher sein können! Ok, hätten wir das Thema mit dem Stubenrein-Werden nicht wieder gehabt, hätte ich bestimmt noch ein klein wenig glücklicher sein können. Zum Glück haben wir was das angeht von Hayleys Training noch ein paar Tricks auf Lager.
Willkommen Zuhause, kleines Bärchen!
Ebenfalls anzumerken: Bis auf die mündliche Prüfung, waren nun endlich alle geschafft!

Mai

Im Mai war nun auch die letzte Prüfung dran, meine Mündliche. Ich habe wirklich nicht viel gelernt, weswegen sich meine Nervosität am Prüfungstag dann nicht mehr wirklich in Grenzen hielt, aber mit einem so kleinen Welpen, war Lernen nicht so richtig drin. Ich hätte mich zwar hin und wieder ohrfeigen können, aber ich hatte es mir so ausgesucht, also musste ich auch mit den Konsequenzen leben. Was war die Konsequenz? Eine glatte 1. Meine beste Freundin bekam eine 1- und als wir souverän den Raum verließen, in dem die Noten verkündet wurden, schrien wir gleichzeitig die ganze Schule zusammen. Als ich mich dann ins Auto gesetzt habe, wurde mir richtig schwindelig. Vorher hatte ich noch nie so ein extremes und vor allem unerwartetes Glücksgefühl gehabt, wie in diesem Moment.
Und dann war da noch Daridas erstes Familientreffen, was sooo schön war. Die Menschen, die wir dort kennen gelernt haben, haben sich teilweise zur Familie entwickelt. Ich kann nicht in Worte fassen, wie gern ich sie alle habe und wie froh ich bin, dass wir durch diese Welpen zusammen gefunden haben.

 

Minnie, Minchen, Darida und Darwin

Juni

ENDSPURT!
Nicht für das Jahr, sondern für meine schulische Laufbahn. Ich habe jahrelang genau auf diese Momente hingearbeitet: Notenverkündung, Entlassung, Abiball. Und als sie dann da waren, wurde ich so wehmütig. Drei Jahre, einfach vorbei, Ende, finito. Drei Jahre des Lernens, des Bangens, des Zitterns und des Freuens. Denn auch wenn die Schulzeit echt ätzend war, wenn ich an all‘ die Witze denke, all die tröstenden Worte, wird mir doch ein wenig anders.
Dann war da noch mein 23. Geburtstag, voller lieber Worte und Menschen und Dankbarkeit.
Außerdem waren wir mit den Mädels bei Svenja, die sie kurzerhand als Gesellenstück missbraucht hat.

Juli

Ich möchte echt nicht undankbar klingen, aber der Juli hat mich vor Freizeit geradezu erschlagen. Aber er war auch soo schön und so besonders. Im Juli war ich ganze zwei Mal im Urlaub: In der ersten Woche war ich drei Tage mit meiner besten Freundin in meinem allerersten Wellness-Urlaub, den wir zwei nach dem ganzen Stress übrigens bitter nötig hatten. Drei Tage später war ich dann mit Darida auf unser ersten Ausstellung und wäre vor Nervosität fast gestorben.
Bin ich zum Glück aber nicht, sonst hätte ich unseren Kurzurlaub ins Disneyland Paris verpasst, wo ich von unserem Herrchen einen Heiratsantrag bekommen habe.
Da wusste ich noch nichts von meinem Glück…

 

August

Der August war im Vergleich zu den Monaten davor wirklich unspektakulär. Wir waren zwar auf einer weiteren Ausstellung, diese war aber nicht sonderlich erfolgreich bzw. irgendwie ein totaler Reinfall. Das Highlight des Monats war Daridas allererster Tag am Meer!
An diesem Tag ist Hayley übrigens das allererste Mal in ihrem Leben wirklich so richtig geschwommen!
Eine bedeutende Sache ist dann doch passiert: Ich bekam von meiner Wunschuni die Einladung am Auswahltag teilzunehmen, den ich am 10.08. dann überlebt habe. Zu unserem besten Freund habe ich dann endlich um 19.00 Uhr geschrieben: „Ich habe den Auswahltag überlebt, wobei Arbeitslager wohl besser passen würde“. Ich habe nicht ein Mal etwas gegessen und bin einfach ins Bett gefallen. Und schon war da wieder diese Unruhe und innere Anspannung.

September

Dieses Jahr hielt so viele Geschenke für mich bereit, die Geburt meines (2.) kleinen Bruders war eines davon. Als ich diesen kleinen, hübschen Wurm im Arm hielt, wurde mir so unendlich warm ums Herz und ich habe ihn ab der ersten Sekunde unendlich doll lieb gehabt. Mit jedem Tag den es ihn auf der Erde gibt, wächst diese Liebe übrigens.

In diesem Jahr hatte ich scheinbar ein richtiges Bedürfnis danach, neue Gassi-Routen zu finden. Auf Empfehlung einer lieben Instagram-Freundin verschlug es mich und meine beste Freundin in diesem Monat in die wunderbare Lüneburger Heide.

 

Oktober

Alle guten Dinge, gehen ein Mal zu Ende. So wurde mein Höhenflug dieses Jahr an seinem Höchsten Punkt brutal zu Boden gerissen. Anfang des Monats zeigte mir ein Schwangerschaftstest zwei Striche an, ein kleines Wesen, das wir erschaffen hatten, genau einen Tag bevor es für uns in den Urlaub nach Rom ging. Und das nur, damit mir mein Arzt zwei Wochen später mitteilen muss, dass das kleine Herzchen aufgehört hat zu schlagen.
Aber wie der weise Albus Dumbledore damals sagte:
„Happniess can be found even in the darkest of times,
if one only remembers to turn on the light.“
 
 
Ich selbst hatte vergessen, dieses Licht leuchten zu lassen, aber in Daridas Augen fand ich es zum Glück wieder, als ich es am meisten gebraucht habe. Als ich selbst nicht wusste, ob ich dem standhalten kann, berührte dieser kleine Hund meine Seele und schenkte mir die Kraft, die ich so bitter nötig hatte. Sie beantwortete mir die Frage nach den berühmten Seelenhunden ein für alle Mal. Eine Erfahrung reicher und um einiges stärker war und bin ich trotzdem heil froh darüber, dass dieser Monat endlich vorbei war.

November

Nachdem ich einige Wochen ausfiel – zunächst wegen der Übelkeit, danach wegen der nötigen Operation – konnte ich endlich in meinen neuen Lebensabschnitt treten und mehr oder weniger normal zur Uni gehen. Endlich hatte ich wieder eine Aufgabe, die mich natürlich fordert und fördert und ich muss ganz ehrlich sagen: Es macht mir so viel Spaß! Die letzten zwei Monate haben mich zwar ausgelaugt, genervt, wenn ich mal wieder erst um 20 Uhr Zuhause war, aber auch mein Selbstbewusstsein wieder gestärkt und mir einfach so gut getan.
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass wir direkt am Anfang des Monats für ein paar Tage mit wunderbaren Menschen in Leipzig waren und jeder von uns hatte sein Päckchen zu tragen. Wir mussten uns nicht verstellen, nicht auf „heile Welt“ machen. Jeder hatte seine Probleme, mit denen er zu kämpfen hatte und die anderen wussten es. Vielleicht lag es auch an dem ein oder anderen Glas Sekt oder daran, dass wir unsere Tage auf Ausstellungen (unter anderem der World Dog Show) verbrachten, aber diese Tage waren für mich mehr als Gold wert.
(c) Anna Derleta

Auf dem Bild seht ihr vorne Daridas Schwester Minnie, die sich den vierten Platz erlaufen konnte, mit ihrer „Aushilfs-Handlerin“. Dahinter stehe ich, nicht wirklich entspannt, beinahe einen Herzstillstand erleidend.

Außerdem haben Svenja und ich gegen Ende des Monats einen Ausflug nach Hamburg unternommen, wo ich mir mein frühzeitiges Weihnachtsgeschenk selbst geholt habe, nämlich eine neue Kamera. Wobei, nicht neu, aber neu bei uns zuhause.

 

Dezember

Kapitel 12/12. Was uns dieser Monat gebracht hat? Vor allem eine volle Festplatte. Ich wusste nicht, wie viel Spaß es machen kann, zu fotografieren. Natürlich hatte ich immer meine Freude daran, Fotos zu machen. Keine Frage, aber ich hab noch nie so viel Spaß gehabt, die Puschel in verschiedene Positionen zu bringen, mit dem Licht und den Einstellungen rum zu spielen. Ich bin so begeistert davon, dass ich gar nicht mehr aufhören kann.
Jeden Tag gibt es einen neuen Ordner mit 200 weiteren Fotos (ich kann ja auch nichts löschen, ich bin ein richtiger Foto-Messi). Wenn doch nicht jeden Tag, dann mindestens jeden zweiten. Unser Jahr ließen wir ausklingen, mit einem letzten kurzen Urlaub in Dänemark, wo meine bisher liebsten Fotos entstanden sind.

 

Was hat uns das Jahr denn jetzt gebracht?

Ganz einfach: Erfahrungen, Freundschaft, Erfolge, Niederlagen, Tränen der Freude und der Trauer. Und auch wenn wir nicht wissen, was uns 2018 bringen wird, weiß ich nun, das eine Sache immer bleibt…

 

Wir sehen uns im nächsten Jahr,
 
eure Cavaliermädchen.
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