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Blogparaden, Marmeladenglas-Momente

[midoggy Parade] – Hundeliebe Teil 1 – wie wir Hayley gefunden haben

Hayley_Hundeliebe

Wie ihr sicherlich mitbekommen habt, haben wir an der letzten midoggy Parade nicht teilgenommen.

Nicht etwa, weil uns das Thema „Gassigehen – so findet euer Hund es wieder spannend“ nicht gefiel, sondern weil mir dazu schlichtweg nichts einfiel. Mir ist durch diese Parade erst so richtig klar geworden, wie langweilig unsere Spaziergänge eigentlich sein müssen. Bis auf Stöckchen werfen, im Bächlein schwimmen und brav den Rückruf trainieren passiert nämlich nichts wirklich spannendes bei unseren Spaziergängen.

Aber diesen Monat können wir wieder mitreden – wie so ziemlich jeder andere Hundebesitzer auch. Das Thema lautet „Hundeliebe – wie euer Hund zu euch kam“ und da ich zwei Hunde habe, die ihre eigene Geschichte erzählen, gibt es von uns auch zwei Blogposts zu diesem Thema.

Hayley kam zuerst zu uns, deshalb darf auch zuerst ihre Geschichte erzählt werden.

Hayley, gerade mal zwei Tage bei uns , mit mini-Hayley

Kapitel 1: Der Traum vom eigenen Hund

Ich glaube, früher oder später hat jeder Hundebesitzer diesen Traum. Die Vorstellung vom eigenen Hund und den Abenteuern, die man gemeinsam erleben kann, brennt sich einem in Herz und Hirn. So war es zumindest bei mir.
Ich kann nicht sagen, woran genau es lag, wen genau die Schuld trifft – War es Lassie? 101 Dalmatiner? Kommissar Rex? Überall gab es so wundervolle Hunde, zum Teil auch so tolle Mensch-Hund-Gespanne. Das wollte ich auch, unbedingt.
Als ich etwa fünf Jahre alt war, zog auch schon unser Familienhund ein. Natürlich war es in diesem Alter nicht verantwortbar, mir einen Hund zu schenken. Die wunderbare Malteserhündin Karo (Karoline vom Ziegelberg) war vielmehr Mamas Hündin. Sie war so eine unendlich tolle Hündin, ich habe sie so sehr geliebt. Ob ich traurig war, erkältet oder einfach nur kuscheln wollte, sie war immer da. Als hätte sie was gespürt. Aber diese legendäre Mensch-Hund- Verbindung hatte sie mit meiner Mama.

Als ich meiner Meinung nach alt genug war, so etwa 14, wollte ich nun endlich meinen eigenen Hund – nix da, dachte Mama, Antrag abgelehnt! Dann durfte ich auf die französische Bulldogge meiner (damals noch nicht) besten Freundin aufpassen, ganze zehn Tage lang. Damals war ich 20, jetzt ziemlich genau dreieinhalb Jahre her und ich habe mich so sehr in dieses Gefühl verliebt, einen Hund zu haben.

grimmig gucken konnte sie schon immer!

Hier muss ich einmal anfügen: Meine Mutter hat noch einen Yorkshire Terrier, aber der ist lieber für sich, kuschelt zwar gerne, aber geht eher ungern spazieren. Bälle werfen etc. findet er auch nicht cool, also war er für mich zwar immer da und ich hab ihn auch echt lieb, aber er war für mich nie ein „richtiger“ Hund – tut mir leid, wenn es komisch klingt, es ist auf keinen Fall böse gemeint.

Als ich Johnny wieder abgeben musste, nach allem was wir erlebt haben (Ja Eva, er liebt mich mehr als dich. Deshalb springt er auch immer wieder in mein Auto, wenn ich da bin), war ich echt am Boden zerstört. Dann dachte ich, ich könnte meine Mutter vielleicht doch noch überreden – bis vor einem Jahr hatten wir immerhin zwei Hunde, was wäre so schlimm daran, jetzt wieder einen zweiten dazuzuholen? Immerhin habe ich ja auch jahrelang bewiesen, dass ich mich um einen Hund kümmern kann.
„Und Mama, was sagst du?“ – Tja, Mama sagte: „Wenn du deine eigene Wohnung hast, kannst du dir von mir aus zwanzig Hunde holen!“ – Alles klar, ist notiert!

Kapitel 2: Der Traum vom eigenen Cavalier

Halten wir einmal fest: Seit ich denken kann, wollte ich einen eigenen Hund. Aber nicht irgendeinen, denn meine Traum-Hunderasse wurde bereits im frühen Kindesalter stark geprägt. Bestimmt denkt jetzt der ein oder andere von euch“Was erzählt die uns da?“ – zu Recht, denn viele beschäftigen sich jahrelang mit der Wahl der richtigen Hunderasse, stimmen sie auf persönliche Vorlieben und die Lebensverhältnisse ab und ich entschied mich einfach mit knapp sechs Jahren für meine.
Ich hatte aber auch keine Wahl und wurde zudem stark beeinflusst.. Von wem? Na, von Walt Disney höchstpersönlich! Der ist ein ganz schöner Frechdachs. Da macht er einfach einen (ok, mehr als einen, aber eben diesen einen) wunderschönen Film mit dieser unfassbar schönen Hündin. Ja, die Rede ist von Walt Disney’s Susi und Strolch und der wunderbaren Susi.
Ich war so verliebt in diesen gezeichneten Hund. Das Aussehen, ihr Wesen und wie sie sich immer gefreut hat – genau so einen wollte ich. Aber den Gedanken schob ich viele Jahre lang beiseite, immerhin hatte meine Mama mir deutlich klar gemacht, dass so bald kein Hund bei uns einziehen würde. Dachte ich zumindest.

Kapitel 3: Hayley- und dann ging alles ganz schnell

Ich habe meinen 21. Geburtstag in unserer ersten gemeinsamen Wohnung gefeiert. Denn genau drei Monate nachdem ich meine Mutter das letzte Mal fragte, ob sie einem Hund für mich zustimmen würde, zogen das Herrchen und ich zusammen.

Zugegeben, es war sehr spontan und wir selbst hatten eigentlich auch geplant, erst im Herbst zusammen zu ziehen, aber ich glaube fest daran, dass uns manche Dinge im Leben aus einem bestimmten Grund passieren.. So geschah es, dass wir uns spontan am 16.5.15 eine Wohnung angesehen haben und am 1.6.15 schon einzogen.

Und dann war ich einsam, weil das Herrchen den ganzen Tag gearbeitet hat und ich nach der Schule so lange alleine war. Spazieren gehen war okay, aber es hat auch nicht wirklich Spaß gemacht, so ganz alleine. Ein Krisengespräch wurde angesetzt. Fazit des Gesprächs: Ich kriege einen Hund – zu Weihnachten.

Weihnachten. Also noch ein halbes Jahr. Dabei wäre es doch so perfekt, schon im August einen Hund zu haben? Dann hätten wir sechs Wochen Sommerferien lang Zeit, um uns besser kennen zu lernen. Nix da. Herrchen stellt sich quer. Okay, akzeptiere ich. Aber ich kann ja schonmal schauen.

Hayley und unsere Siam-Birma-Mix Katze Phoebe

Ich hab mehrere Cavalier King Charles Spaniel-Züchter angeschrieben und von vielen noch nicht einmal eine Antwort bekommen. Von einer Züchterin bekam ich eine Antwort: Ich könnte mir ihren aktuellen Wurf gerne ansehen, allerdings würde sie an mich keinen Welpen verkaufen, da wir ihr zu jung seien und sich noch so viel im Leben ändern könne. Wow. Ich war so frustriert und traurig, dass ich nicht einmal eine Chance bekam, mich vorzustellen, zu zeigen, wie sehr ich mir einen Hund wünschte. Aber es hat eben jeder seine Gründe. Weiß ich, was die Züchterin für Erfahrungen gemacht hat? Nein. Deshalb kann ich mir nicht anmaßen, über sie zu urteilen. Außerdem hab ich ja schon gesagt, manche Dinge passieren aus einem bestimmten Grund.

Ich war trotzdem extrem frustriert. So frustriert, dass das Herrchen mich irgendwie aufmuntern wollte, aber nichts wollte so richtig fruchten. Dann machte er den entscheidenden Fehler: „Wenn es dich glücklich macht, dann kannst du ja schauen, ob du woanders schon früher einen Welpen findest. So ab August wäre ja schon irgendwie machbar.“

Eines meiner Lieblingsbilder, Hayley an ihren ersten Tagen bei uns

Zwei Tage später sah ich sie. Hayley, damals noch „Blaika“. Ganz winzig, gerade mal eine Woche alt und die Äuglein noch geschlossen. Ein kleines Häufchen, weiß mit roten Flecken und ich war verliebt. Schnell Züchterin kontaktiert, Hündchen ist noch frei, könnte ich mir angucken. Die Kleine wäre Mitte August bereit zum Auszug. Ich hab mich  flink wie ein Wiesel fertig gemacht und bin zum Herrchen – machte ihm klar, dass er keine Wahl hatte und so entschieden wir uns für unsere kleine Maus.

Neun lange Wochen musste ich noch auf die kleine Pappnase warten, mehr als ein Mal besuchen war aufgrund der weiten Entfernung nicht möglich, also hatte ich, im Gegensatz zu vielen anderen Welpeneltern nicht die Chance, mich jedes Wochenende auf die Maus zu freuen. Aber: Stark bleiben.

Und es hat sich so sehr gelohnt. Am 16.8. durfte ich dieses kleine Häufchen Glück abholen, die sich nicht eine Sekunde fremd bei uns gefühlt hat. Die sich so sehr auf uns gefreut hat, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Seit zwei Jahren ist sie jetzt bei uns und ich wünsche mir so sehr, dass sie noch mindestens 20 weitere bei uns bleibt.

Meine Prinzessin <3

Hayley, danke, dass es dich gibt und du jeden Tag noch bunter machst und mit Freude und Liebe füllst. Danke, dass du uns zu den glücklichsten Hundeeltern der Welt machst.

Das war die Geschichte, wie Hayley ihren Weg zu uns fand. Die Geschichte, wie mein allergrößter Wunsch in Erfüllung gegangen ist, findet ihr [hier] .

Bis Bald,

eure Cavaliermädchen!

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4 Kommentare

  • Reply Cavaliermädchen

    Red' dir das nur ein 🙈 ja, es hat alles schon so seinen Sinn. Ich bin auch ganz glücklich darüber, wie alles gekommen ist ❤

    Fühlt euch gedrückt!

    16. September 2017 at 15:45
  • Reply Meine handvoll Hufeisen

    Johnny hat dich gar nicht mehr lieb als mich 🙁 er hat uns nur vielleicht gleich lieb 🙁 eure schöne Geschichte kenne ich ja schon von Anfang an, genauso wie Hayley <3 zum Glück bin ich jetzt deine beste Freundin, hat sich eben alles so ergeben wie es sein sollte <33
    Love U , deine Eva und natürlich auch die Rasselbande

    16. September 2017 at 13:48
  • Reply Cavaliermädchen

    Ohje, bei euch war es ja noch schlimmer! Meinen vollen Respekt, dass du das überstanden hast!

    Danke für die lieben Worte und fühlt euch gedrückt ihr zwei.

    Liebe Grüße,
    Doxa mit Hayley und Darida

    16. September 2017 at 12:25
  • Reply Johanna

    Oh wie süß eure Geschichte ist! Ich bin total gerührt! Und ich kann dich verstehen, dass es hart für dich war die 9 Wochen zu warten ohne die kleine nochmal besuchen zu können, ich hab Toffee auch zuletzt im August gesehen und im November erst abgeholt.
    Ich bin schon total gespannt auf deinen nächsten Beitrag und wie Darida zu euch gekommen ist!

    Liebe Grüße,

    Toffee & Frauchen 🙂

    16. September 2017 at 12:06
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