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Blogparaden, Sonstiges

Warum unser Frauchen ein Superfrauchen ist!

Ihr fragt euch jetzt bestimmt, was euch heute für ein arroganter Blogartikel erwartet.

Meine Hunde haben ein Superfrauchen, weil ….

Keine Sorge, ich glaube, so schlimm wird es nicht sein. Bevor ihr mich jetzt für verrückt erklärt: Mara von Aram und Abra hat zur Blogparade aufgerufen, das Thema lautet „Mein Hund hat ein Superfrauchen, weil…“ …Tja… Warum denn eigentlich?

Ich muss leider zugeben, ich weiß nicht so recht, warum ich mich selbst als Superfrauchen bezeichnen sollte. Was muss man bzw. Frau denn tun, um ein Superfrauchen zu sein? Was macht ein Superfrauchen aus? Und nur weil ich denke, dass ich ein Superfrauchen bin, müssen es Hayley und Darida denn genau so sehen?

Fragen über Fragen. Um die Antworten zu finden, habe ich mich ein bisschen auf die Lauer gelegt und mal beobachtet, wann mich die Mädels ganz besonders toll finden und wann ich das Gefühl habe, für sie das absolute Superfrauchen zu sein. Ich glaube also ich bin ein Superfrauchen, weil …

… ich immer zuerst an sie denke.

Das soll jetzt keinesfalls schmalzig oder kitschig rüber kommen, es ist eben einfach so. Wenn ich morgens aufstehe, ziehe ich mir schnell eine Jacke über, schlüpfe in die Latschen und gehe erstmal mit den Mädchen in den Garten. Da habe ich mir noch nicht die Haare gemacht, geschweige denn einen Kaffee (oder in meinem Fall Tee) getrunken. So stehe ich dann, ein Häufchen Elend, bei uns im Garten und schaue den beiden Cavaliermädchen beim toben zu.
Anschließend gehts nach oben in die Küche. Allerdings gibt es da immer noch keinen Tee für mich und auch kein Frühstück. Das gibt es aber sehr wohl für die Mädels. Sind beide pappsatt, kann ich auch an eine Stärkung für mich denken.

… sie besseres Essen bekommen, als ihr Herrchen und ich.

Kein Witz, die beiden haben sogar einen ausgewogenen (Barf-)Ernährungsplan. Dort ist haargenau alles eingetragen. Wovon sie wann wie viel bekommen usw. Dabei achte ich persönlich auch darauf, dass immer genug Abwechslung im Napf landet. Sowohl bei den tierischen Komponenten, als auch beim Obst und Gemüse. Da bin ich tatsächlich echt penibel. Natürlich achte ich auf saisonale Artikel, aber auch da bestehe ich auf  Abwechslung für die Mädels.
Hier ein Beispiel: Obst- und Gemüsepampe, ein Eigelb,
Blättermagen (vom Rind) und einige Innereien.
 Dazu wertvolle Zusätze, wie Seealgenmehl und Bio-Leinöl.

… ich am liebsten für die beiden backe, anstatt für meine Familie.

Ja, ich backe so unendlich gerne für sie. Mir geht das Herz auf, wenn sie vor dem Backofen sitzen und den Duft der Kekse erschnuppern. Und wenn die runden und pyramidenförmigen Leckerbissen dann fertig gebacken und abgekühlt sind, purzeln sie alle in meine kleinen Lieblingsmäulchen. Wenn dann die Schwänzchen wie verrückt wedeln, würde ich am liebsten die ganze Ration auf einmal verfüttern.

… ich am besten kuscheln kann.

Das glaube ich zumindest. Jedenfalls liegen die beiden Pappnasen am liebsten bei mir und wir verbringen die Abende nach unserer langen Runde kuschelnd auf dem Sofa. Okay, Hayley muss ich mir schon manchmal mit dem Herrchen teilen, aber für Darida bin ich unersetzbar. Keiner kann sooo toll kuscheln, wie das Frauchen!
So viel Sofa und nur 1,51m Platz!

 

… ich niemals böse sein kann.

Bei Darida zumindest nicht. Bin ich zu weich? Ich glaube schon. Ich weiß nicht wieso, bei Hayley konnte ich noch das strenge Frauchen sein. Klar habe ich auch bei ihr immer mal was durchgehen lassen, aber bei Darida geht das irgendwie nicht. Ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich mit mir selbst immer wieder das selbe Gespräch führe:
„Nein. Darida, Nein!“

„Nein.“
„Nein, Darida.“
„Okay, komm her!“
Ja, ich schäme mich und ja, ich glaube das Monsterchen wird für immer ein verzogenes Monsterchen bleiben. Aber immerhin ist sie mein verzogenes Monsterchen.

… mir die besten Sachen vom Tisch fallen.

Ich bin aber auch ein riesiger Tollpatsch! Dauernd fällt mir was vom Teller oder vom Tisch. Mal ist es eine Nudel, mal ein bisschen Kartoffel… hier und da mal eine Blaubeere oder auch mal ein Krümelchen Kartoffelchips. Und das liegt ganz bestimmt nicht an den großen Glubschaugen der Mädels und auch nicht daran, dass sie direkt neben mir sitzen. Ganz sicher. Okay, vielleicht doch nicht.
Könntet ihr bei diesem Blick standhaft bleiben??

…ich so gar nicht perfekt bin.

Ich höre immer wieder, dass ich bestimmt eine ganz tolle Lehrerin sein werde, so toll wie ich meine Hunde erzogen habe. Ich bin ehrlich, ich finde nicht, dass Hayley und Darida gut erzogen sind. Klar, im Großen und Ganzen bin ich zufrieden, aber sie haben hier und da ihre Baustellen. Darida z.B. befindet sich gerade mitten im Zahnwechsel, dementsprechend wird alles angekaut, inklusive meiner Nase, meinen Ohren und meinen Fingern.
Hayley hat bisher noch nicht verstanden, wie sie an der Leine laufen soll. Wobei, doch, eigentlich schon. Sie findet das Prinzip nur total blöd. Sieht Darida übrigens genau so. Wenn Hayley das nicht mag, dann ist ja völlig klar, dass sie das auch nicht mag!
Dann können wir nie in Ruhe Tiersendungen gucken, vor allem nicht „Die Tierklinik“ auf VOX, die bei uns in der Lünerbuger Tierklinik gedreht wird. Keine Chance, Hayley fängt an zu bellen und das Monsterchen stimmt freudig mit ein.
Aber das macht nichts. Überhaupt gar nichts.
Ich bin nämlich auch  nicht perfekt. Ich habe nicht immer so Zeit für die Mädels, wie ich es gerne hätte. Kennt ihr das? Mein Berufswunsch ist es eigentlich auch gar nicht, Lehrerin zu werden. Viel viel lieber wäre ich Hundemama in Elternzeit auf Lebenszeit. Geht aber leider nicht. Und ich bin auch kein optimaler Rudelführer. Dafür bin ich manchmal nicht standhaft genug und missachte häufig meine eigenne „Regeln“.

…ich sie vor allen Gefahren beschütze.

Das fällt mir besonders bei Darida auf. Wenn sie Angst hat oder unsicher ist, sucht sie nach mir. Sei es in der Wohnung oder auf unseren Spaziergängen. Wenn sie mich dann gefunden hat, kuschelt sie sich an mich und dann ist sie wieder ganz tapfer, immerhin bin ich es auch.
Darida fürchtet sich zum Beispiel vor dem Föhn. Wenn sie ihn hört, läuft sie aus dem Zimmer. Aber es gibt eine Ausnahme: Wenn ich mit ihr auf dem Boden sitze, ist es halb so wild. Sie kuschelt sich auf meinen Schoß und alles ist gut. Sie ist weder angespannt, noch jault sie.
Dann ist da noch ein Hund, dem wir immer mal (mehr oder weniger) auf unseren Spaziergängen treffen. Die Hündin – heißt auch Hayley – kommt immer an den Gartenzaun gelaufen und bellt. Darida erschreckt sich jedes Mal im ersten Moment, schaut mich an und folgt mir dann brav. Ich habe das Gefühl, dass ich ihr Mut mache und dieses Gefühl ist unbeschreiblich schön.

… ich das weltbeste Hundeeis mache.

Naja, oder zumindest das einzige Hundeeis, dass die beiden kennen. Macht nichts, sie lieben es trotzdem! Und ich liebe es, ihnen dabei zuzuschauen, wie sie es fressen. Ich habe so viel Freude daran, mir immer wieder neue Überraschungen für die beiden auszudenken und nehme natürlich nur ausgewählte Zutaten für die Rezepte. Naja gut, und auch vieles was sie sehr gerne mögen und evtl. für Hunde „Fast Food“ sein könnte. Aber es handelt sich hier immerhin um Eis, da dürfen ja wohl ein paar Kalorien enthalten sein? Immerhin gibt es das ja nicht jeden Tag.
Darida ist die unangefochtene Weltmeisterin
 im Grimasse schneiden

… ich sie über alles liebe.

Meine Hunde sind meine Familie. Vielleicht hört es sich im ersten Moment blöd an, aber die beiden sind wie meine Kinder. Denkt mal nach: ich füttere sie, gehe mit ihnen spazieren, spiele mit ihnen und bade sie. Anschließend werden sie mit dem Handtuch getrocknet. Vor dem schlafen gibt es sogar jedes Mal einen „Gute-Nacht-Kuss“ und viele Umarmungen. Vielleicht also doch gar nicht so abwegig? Ich kann mir ein Leben ohne diese beiden nicht mehr vorstellen und obwohl sie so jung sind, fürchte ich mich schon vor dem Tag, an dem sie nicht mehr bei mir sein werden.
Ich glaube, das ist der Hauptgrund, der jedes einzelne Frauchen von uns zu einem Superfrauchen und jedes einzelne Herrchen zu einem Superherrchen macht: unsere bedingungslose Liebe zu unseren Fellnasen. Was meint ihr?
Meine Goldschätze <3

Danke, liebe Mara, für das tolle Blogparaden-Thema! Es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht, ein bisschen genauer hinzuschauen und zu analysieren, was meine Mädels besonders toll an mir finden. Ich freue mich schon auf die nächste Blogparade!

Bis Bald,
 
eure Cavaliermädchen!
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2 Kommentare

  • Reply Cavaliermädchen

    Hallo ihr zwei 😊
    Ja, das war Daridas eigentliche Aufgabe und sie gibt sich auch echt viel Mühe, aber Hayley bleibt standhaft! Aber ich habe mir sagen lassen, dass das nur eine Phase ist, die bald vorbei geht. Die Hoffnung stirbt zuletzt! 😊

    Liebe Grüße,
    Die Cavaliermädchen

    20. August 2017 at 13:53
  • Reply Aram und Abra Illustrationen und Portraits

    Hey ihr Drei,

    juhu, ein weiteres Superfrauchen ist an Bord!
    Danke für diesen einerseits sehr witzigen, andrerseits aber auch nachdenklichen Beitrag über deine Superkräfte.
    Daridas Grimassenfoto ist echt zum Schießen! Kann man nicht vielleicht so die andere, schlecht gelaunte Haley vertreiben?:-D

    Liebe Grüße,
    Mara und Abra

    20. August 2017 at 9:47
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