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Gesundheit, Hilfreiches

Angriff der Fellmassen – Tipps und Tricks für einen entspannten Fellwechsel

Mindestens ein bis zwei Mal im Jahr haben fast alle Hundehalter das selbe Problem: den Fellwechsel. Bei uns ist es seit über einem Monat wieder soweit: Überall in der Wohnung fliegen die Haare in der Luft oder versammeln sich zu kleinen Kolonien an den Fußleisten in den Ecken der Zimmer. Als Cavalierfrauchen habe ich während des Fellwechsels besonders wenig zu lachen, weil ich – rein theoretisch – mindestens zwei mal am Tag den Staubsauger raus holen müsste. Die Betonung liegt hierbei auf eigentlich und rein theoretisch. Denn praktisch und ganz im Ernst habe ich dafür keine Zeit, mal abgesehen von der Lust. Den Staubsauger nehme ich deshalb nur 1x alle 1-2  Tage in die Hand.

Der Fellwechsel dauert, je nach Hund, ca. 4-6 Wochen an und tritt 2-4x im Jahr auf. Normalerweise findet der Fellwechsel im Frühjahr und Herbst statt. Bei Hündinnen kann er öfter auftauchen, da sie bedingt durch die Läufigkeit nochmals auf- und abhaaren. Es kommt also einiges an überschüssigem Fell zusammen. Das wird mir besonders an Darida immer wieder klar. Aber wenn so viel Fell in der Wohnung umher fliegt und der Hund trotzdem noch Unmengen an Fell am Körper trägt, stellt sich mir eine Frage: Brauchen Hayley und Darida vielleicht Hilfe beim Fellwechsel?

Bei uns lautet die Antwort: JA! Definitiv und auf jeden Fall!

In den letzten Monaten habe ich von vielen Freunden und Bekannten ganz viele, tolle Tipps bekommen, die ich quasi allesamt ausprobiert habe. Für uns selbst habe ich mittlerweile einen richtigen Schlachtplan entwickelt, den ich heute mit euch teilen möchte: Die 3B’s.

Die großen Ohren lassen erahnen, wie viel Fell das Fräulein hat.

Bierhefe

Wie ich euch bereits in einem älteren Blogbeitrag (*klick*) erzählt habe, landet die Bierhefe bei uns sehr regelmäßig im Hundenapf. Bierhefe enthält Aminosäuren, die der Körper selbst nicht herstellen kann.  Diese bilden die Basis für Eiweiße – die der Körper besonders im Fellwechsel dringend benötigt. Darüber hinaus enthält Bierhefe Biotin, Folsäure, Zink und Eisen und sorgt somit für einen schönen Glanz im Fell.

Mit Lachsöl oder Leinöl kann der Fellglanz übrigens zusätzlich gesteigert werden. Da wir barfen, landen beide Öle regelmäßig bei uns im Hundenapf.

Bürsten

… oder Kämmen. Bei den Cavalierdamen nutzen wir tatsächlich einen sehr feinen Kamm, an dem totes Fell mühelos hängen bleibt. Aber wie lange ich danach gesucht habe, weiß ich auch nicht mehr. Dank mehrer Tipps von Freunden und Bekannten habe ich unsere Wunderwaffe aber endlich gefunden.

Während des Fellwechsels kämme ich Darida täglich bis mehrmals täglich. Bei Hayley reicht es hingegen ein Mal die Woche, den Kamm in die Hand zu nehmen. Die Dauer variiert da aber je nachdem, wie viel Zeit ich zur Verfügung habe und wie viel Fell ich tatsächlich raus bekomme. An entspannten Abenden lege ich mir die Mädels gerne auf meinen Schoß und kämme sie in den Schlaf. Also Darida fällt tatsächlich ziemlich schnell in den Tiefschlaf, während Hayley ziemlich schnell das Weite sucht.

Am Ende gehe ich zusätzlich mit einer Bürste durch das Fell der Hunde und fördere somit die Durchblutung ein wenig. Das Bürsten und Kämmen ist für die meisten Hunde (besonders wenn sie es schon von klein auf gewöhnt sind) richtige Wellness-Zeit: es entspannt sie ungemein und sie genießen meist die zusätzlichen Streicheleinheiten.

Hayleys Fellpflege gestaltet sich zum Glück wesentlich einfacher

Baden

Hier scheiden sich tatsächlich die Geister. Viele von euch werden jetzt vermutlich auch die Steine in die Hand nehmen und sich bereit machen, um mich damit zu bewerfen. Aber ich bade Darida während des Fellwechsels tatsächlich mindestens ein Mal im Monat.

Dies hat vor allem zwei Gründe:
Daridas Haut fängt beim Fellwechsel sehr leicht an zu schuppen. Durch die Massen an totem Fell kann die darunterliegende Haut scheinbar nicht wirklich gut „atmen“. Durch das regelmäßige Baden entferne ich loses Fell und befreie die Haut von diesen Schuppen. Infolgedessen lässt beispielsweise auch ihr Juckreiz deutlich nach – es scheint ihr also wirklich richtig gut zutun.

Welche Tipps ihr anwendet oder ob ihr sie überhaupt anwendet, ist natürlich voll und ganz euch überlassen. Außerdem kennt ihr eure Hunde am besten und wisst, was ihnen gut tut und was ihr ihnen lieber nicht zumuten solltet. Gerade beim Baden solltet ihr darauf achten, welches Shampoo ihr verwendet (Babyshampoo ist nicht für den pH-Wert der Hundehaut entwickelt worden und daher ungeeignet!) und dass ihr euren Hund nicht öfter badet, als nötig (hier entscheidet wieder ihr, wie oft das ist). Klärt ggf. vor Anwendung meiner Tipps ab, ob euer Hund Unverträglichkeiten oder Allergien aufweist.

Kommt gut durch den Fellwechsel und bis bald,

eure Cavaliermaedchen!

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1 Kommentar

  • Reply The Pell-Mell Pack

    Ich werfe definitiv keine Steine. So sehr Enki das Baden hasst, im Fellwechsel muss er da durch. Die kleinen losen Haar jucken ihn extrem und die bekomme ich am besten nach dem Bürsten mit einem Bad raus.
    Aber tatsächlich bin ich froh, dass meine Jungs beide kurze Haare haben und ruffeln mit dem Kong Zoom Groom reicht. Ich erinnere noch die letzten Jahren und das Felldrama mit meinem Plüschmonster. 😉

    Herzliche Grüße
    Stephie

    24/05/2019 at 17:20
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