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Umzug & Renovieren mit Hund – So klappt es (beinahe) stressfrei

Wie ich euch hier vor ein paar Wochen erzählt habe, ging es bei uns erst vor Kurzem noch drunter und drüber. Die Flut der Dinge, die zu erledigen sind, ist bisher auch noch nicht abgeebbt. Aber einen großen Punkt konnten wir zum Glück schon abhaken: den Umzug. Wir haben es geschafft. Und das beinahe komplett stressfrei. Wieso nur beinahe? Weil ein bisschen Stress eben nie ausbleibt – und das ist auch gut so.

Der Hintergrund

Während ich im April mit meinen allerliebsten Cavaliermädels (ja, damit sind die Hunde gemeint, aber auch deren verrückte Frauchen) im Urlaub in den Niederlanden war, ist das Herrchen auf Erkundungstour gegangen. Schon lange brütete in ihm der Wunsch, für uns ein Eigenheim zu beschaffen. Ich persönlich glaube, dass die bevorstehende Hochzeit das Ganze auch noch etwas verstärkt hat. Nach der ersten Woche am Meer bekam ich also spät abends folgende Nachricht: „Schatz, ich glaube ich habe ein Haus für uns gefunden. Ich habe direkt bei der Bank angerufen.“. An dieser Stelle möchte ich, dass ihr euch eine schon gut (sehr gut) angetrunkene (ok, betrunkene) Doxa vorstellt. Die die letzten Nächte kaum geschlafen hat, weil sie den Cornea-Defekt von Darida behandeln musste. Im 2-Stunden-Takt. Ca. 10 Minuten zuvor habe ich noch spaßeshalber gescherzt, ich bräuchte mindestens 3 weitere Cavaliere. Aber erst, wenn wir ein eigenes Haus hätten. Könnt ihr euch meinen Blick vorstellen? Ich glaube, es sah ziemlich lustig aus, wie ich bestimmt 10 Minuten lang auf das Handy geschaut habe und nicht sicher war, ob ich die Nachricht richtig gelesen habe.

Ein ausführliches Telefonat gab es dann auch erst am nächsten Tag. Als ich aus dem Urlaub zurück war, durfte ich mir die besagte Immobilie dann vor dem Umzug auch nochmal anschauen und mein Ok geben. Dass das Gespräch mit dem Bankmitarbeiter schon längst stattgefunden und das Verfahren für die Kreditbewilligung schon in vollem Gange war, wurde aber verschwiegen. Ende Mai fand dann das Gespräch beim Notar statt und wir mussten unsere bisherige Wohnung kündigen. Da wir eine Kündigungsfrist von drei Monaten hatten und zum 1.8. erst ins neue Haus ziehen konnten, haben wir ganz schön knapp kalkuliert. Wir hatten nämlich genau überhaupt keinen Puffer.

Die Renovierung

Ok, rein theoretisch hätten wir bestimmt auch zum 1.7. ins Haus ziehen können, denn da bekamen wir die Schlüssel in die Hand gedrückt. Wer uns aber fleißig auf Instagram folgt weiß, was uns dieses Haus an Arbeit, Zeit, Nerven und Schweiß gekostet hat. Für alle, die nicht wissen, wovon ich rede: Schaut gerne auf Instagram vorbei, zu den Renovierungsarbeiten gibt es ein ganzes Story-Highlight. Wir haben viereinhalb Wochen lang von morgens 8.00 Uhr bis 21.00 Uhr abends geschuftet. Obwohl wir zwischendurch zu acht auf unserer Baustelle waren. Bei Hundemenschen klingeln spätestens jetzt alle Alarmglocken:

13 Stunden auf dem Bau und was ist mit den armen Hunden?!

So oft es ging, haben wir die beiden mit dabei gehabt. Manchmal war es aber absolut nicht möglich. Für viele von euch ist sicherlich letzteres die Regel anstatt der Ausnahme. Dennoch würde ich euch aus meiner Sicht empfehlen, die Hunde so oft es geht mitzunehmen. Nicht, wenn ihr mit lauten Maschinen arbeitet, oder generell extrem viel Unruhe herrscht. Beispielsweise haben das Herrchen und ich oft Tapeten abkratzen müssen. Das waren Arbeiten, in denen nicht viel Hektik herrschte. Die Mädels durften währenddessen quer durch die Wohnung laufen und sich ihr zukünftiges Zuhause und den Garten erkunden.

Nanu? Wohnung? Hat die Alte nicht eben noch was von „Haus“ gesagt? Eeeerwischt. Bis zum Frühling nächsten Jahres bewohnen wir nur die obere Etage unseres Häuschens. Das liegt daran, dass die liebe Frau, die uns ihr Haus verkauft hat, schon 84 Jahre alt ist. Das an und für sich wäre ja kein Problem. Allerdings hat sie sich eine Eigentumswohnung in einem betreuten Wohnheim gekauft, die aber erst gegen März/ April 2019 fertiggestellt wird. Wir wollten ihr nicht noch einen Umzug zumuten, schon gar nicht für ein paar Monate. Deshalb begnügen wir uns mit 20qm weniger und freuen uns auf den Tag, an dem uns das gesamte Haus zur Verfügung steht.

Versucht den Hunden, wenn ihr sie denn  mitnehmt, eine entspannte Atmosphäre zu bieten und nimmt Dinge mit, die sie von Zuhause kennen. Wir hatten den Mädels ihr liebstes Spielzeug und das Körbchen aus dem Wohnzimmer mitgenommen. Nach anfänglicher Aufregung, haben sie sich langsam beruhigt und in diesem zurückgezogen. Es ist immer angenehmer für die Hunde, wenn sie etwas gewohntes in der neuen Umgebung wiederfinden, was sie erkennen und das ihnen Sicherheit bietet. Falls ihr eine Schlaf- oder Transportbox habt, die von euren Hunden gut angenommen wird, wäre diese ideal dafür geeignet.

Der Umzug

Der Umzug hat sage und schreibe zwei Tage in Anspruch genommen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was sich in drei Jahren so alles ansammeln kann. Als hätten wir alles gehortet, was maximal möglich war. Der Umzug hat mich nicht nur alle noch verfügbaren Nerven gekostet, sondern auch so richtig wachgerüttelt. Was will ich mit dem ganzen Mist? Brauche ich das wirklich alles? Kann ich einiges nicht guten Gewissens aussortieren/ spenden/ verkaufen? Aber dazu folgt ein anderes Mal mehr.

Während wir Sonntag nur noch zu dritt waren, haben uns am Samstag einige Helferlein tatkräftig beim Umzug unterstützt. Die großen Möbel hätte ich niemals mit in den ersten Stock schleppen können.. da bin ich, umgangssprachlich ausgedrückt, ein richtiger Lauch. Während des Umzugs hatten wir die Hunde nicht dabei. Das ist etwas, was ich euch auch schwer ans Herz legen möchte. Es ist so unendlich stressig, nicht nur für euch Menschen. Besonders unsere vierbeinigen Familienmitglieder leiden da richtig drunter. Sie können ja auch nicht verstehen, wieso plötzlich das Sofa und anschließend der Esstisch raus getragen wird.

Aus diesem Grund haben wir Hayley und Darida während des Umzugs bei meiner Mama untergebracht. Dort hatten sie die Hündin meiner Schwester als Spielkameradin und genug menschlichen Kontakt. Sie durften wild im Garten toben und wurden hier und da ordentlich durch geknuddelt. Mir ist sehr wohl bewusst, dass nicht jeder den Luxus hat, seine Hunde in die Obhut lieber Freunde oder Verwandter zu geben. Bemüht euch dann aber rechtzeitig um einen Platz in einer Hundepension. Ich selbst habe auch ein bisschen Bedenken dabei, die Hunde bei mir fremden Menschen zu lassen. Aber so ein Umzug ist, wie gesagt, wirklich nicht ohne. Wenn ihr nicht von Grund auf tiefenentspannte Hunde habt (und eigentlich auch dann nicht), würde ich euch an dieser Stelle davon abraten, sie während des gesamten Trubels dabei zu haben. Die Sache sieht natürlich etwas anders aus, wenn ihr nur wenige Kartons und Möbel habt, die mit euch umziehen müssen. Bei uns war das aber definitiv nicht der Fall.

Wie verrückt durch den Garten flitzen? Das kann Hayley schon perfekt!

Möbel – Mitnehmen oder Wegwerfen?

Im Laufe des Kistenpackens hab ich mir immer wieder die Frage gestellt, ob ich wirklich alle Möbel mitnehmen sollte. Manches hatte einfach keinen Platz im neuen Heim. Wie ich oben schon erzählt habe, haben wir uns vorerst um 20qm verkleinert – also um ein ganzes Zimmer. Ich habe tatsächlich ein paar alte Möbel verschenkt. Wir vermissen sie auch nicht wirklich. ABER: selbst wenn ihr frisch ins neue Heim starten und euch von allen alten Möbeln trennen wollt (soll’s tatsächlich geben), tut es bitte nicht. Es ist wirklich nicht zu unterschätzen, wie wichtig solche Dinge für unsere Vierbeiner sind.

Als ich Samstagabend die Mädchen von meiner Mutter abgeholt hatte, waren sie zuerst total aufgedreht und außer sich, als sie die neue Wohnung betraten. Erst, als sie ihre Körbchen beschnupperten und in jedem Raum altbekanntes wiederfanden, wurden sie langsam ruhig. Am meisten Sorgen machte ich mir übrigens um unsere Katze, die ebenfalls mit umgezogen ist. Die konnten wir ja nicht in der leeren Wohnung lassen. Aber Katzen sind nun mal sehr territoriale Tierchen. In der neuen Wohnung angekommen, war sie auch total verschreckt und versteckte sich in ihrer Transportbox. Ich stellte sie direkt vor ihren Kratzbaum, den ich ursprünglich auch entsorgen und durch einen neuen ersetzen wollte, und erst dann traute sie sich langsam raus.

Zusammenfassung

Lasst eure Hunde so oft es geht dabei sein, wenn ihr ein paar ruhige Momente ausmachen könnt. Lasst sie toben, spielen und ordentlich schnuppern. Wenn ihr sie mit in die neue Umgebung nehmt, packt auch ein paar bekannte Dinge, wie Körbchen oder Spielzeug ein. Die Hunde werden es euch ganz bestimmt danken und sich dorthin zurückziehen, wenn die anfängliche Aufregung abflacht. Selbst wenn ihr euch am liebsten von allen alten Möbeln trennen würdet, seid vorsichtig bei der Selektion. Möbel, die eure Hunde lange kennen und die für die essentiell für euer Zuhause sind, solltet ihr evtl. noch etwas länger behalten, ehe ihr sie durch neue ersetzt.

Auch wenn es für jeden Hund immer noch eine sehr individuelle Empfindung ist: Unsere Tiere sind sehr empfindlich und wir sollten nicht unterschätzen, was so ein Umzug für sie bedeutet. Wenn ihr aber die oben genannten Tipps beherzigt, bin ich fest davon überzeugt, dass alles reibungslos verläuft. Zumindest für die lieben Vierbeiner.

 

Ich wünsche euch einen stressfreien und reibungslosen Umzug.

Macht’s gut und bis bald,

eure Cavaliermaedchen

 

 

 

 

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