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Alltag

Unsere Schwächen – Ein Baustellen -Lagebericht

Das neue Jahr ist nun schon seit zwei Wochen eingeläutet und so langsam gewinnt der Schweinehund bei dem einen oder anderen von uns die Überhand und schmeißt all‘ die guten Vorsätze über Bord.

Wir halten an unseren fest und möchten in diesem Jahr weiter an den großen und kleinen Baustellen arbeiten. Weil wir euch hier ja ein realistisches Bild von unserem Alltag geben möchten, verraten wir euch heute unsere Schwächen. Ich habe schon oft den Satz gehört: „Es ist echt klasse, wie gut die beiden auf dich hören!“ oder sowas wie: „Bei dir sieht das immer so einfach aus“. Aber das stimmt nicht und es gibt wirklich genug Situationen, in denen ich wirklich denke, dass ich die beiden so gar nicht im Griff habe. Worauf ich hinaus will: Das Leben mit Hund ist nicht immer perfekt, bei uns auch nicht. Aber so ein perfekter Hundealltag wäre auf Dauer doch auch total langweilig, oder? Deshalb möchte ich euch heute verraten, wo es bei uns noch ruckelt und zieht und ganz schön unangenehm ist.

Baustelle Nr. 1 – Die Beißhemmung

Die Beißhemmung – sie ist bei Darida wirklich da, ganz ehrlich. Sie vergisst es nur manchmal. Wenn sie ganz doll aufgeregt ist, schnappt sie manchmal noch in die Hand oder Haare. Natürlich nie doll, meistens merke ich es gerade so. Trotzdem stört es mich, weil ich mir wirklich Mühe gebe, ihr eine Beißhemmung anzuerziehen. Da stehe ich auch mit einigen Freunden in Konflikt, die Daridas knabbern als „lustig“ oder „niedlich“ empfinden und sie dahingehend noch ermutigen. Wenn ich dann klar mache, dass ich das überhaupt nicht lustig finde, werde ich meistens nur belächelt. Folge: Die nächste Zeit reduziert sich der Besuch dieser Personen. Kleine Erziehungs-Torpedierer kann ich nämlich nicht gebrauchen.

*omnomnom*

 

Baustelle Nr. 2 – Besuch begrüßen

Das Begrüßen an der Tür wird auf die selbe Art und Weise manipuliert. Die Mädels sollen ruhig sitzen bleiben, was Hayley in Perfektion ausüben kann (dank monatelanger Übung). Einige meiner Besucher meinen aber, wenn der Hund so brav vor der Tür sitzt, müsse man ihn doch rufen – so hoch und quietschig und aufgeregt es eben geht. Folge: Darida springt darauf an, im wahrsten Sinne des Wortes. Dass ich das nicht gut finde wird nur mit einem „Ach, das macht mir nichts!“ abgewunken. Ist ja super, mir aber schon.

Baustelle Nr. 3 –  Die Bellfreudigkeit

Als Frauchen zweier Cavalier King Charles Spaniel, die eigentlich dafür bekannt sind, niemals anzuschlagen, war ich schon verdutzt, als ich Hayley das erste Mal hab bellen hören. Es wird aber nicht gebellt, wenn plötzlich fremde Menschen in der Wohnung stehen, das ist ja super, die könnten ja evtl. Zeit zum kraulen oder ein Leckerchen dabei haben können. Nein, Hayley muss die Wohnung vor fremden Hunden, Kühen, Katzen und Ponys beschützen, die sie im Fernsehen sieht. Das steigert sich manchmal so weit, dass sie am liebsten in den Fernseher springen würde. Darida hat sich ebenfalls angewöhnt, zu bellen. Allerdings klettert sie auf das Bett im Gästezimmer und schaut dort aus dem Fenster. Sobald jemand es wagt, an unserem Haus vorbei zu laufen, muss sie sie umgehend verscheuchen! So lästig es auch ist, zum Glück lassen sie sich relativ schnell wieder aus dem Bellen heraus holen.
Wer bellt? Wir?? Nee… wir wissen doch gar nicht, wie das geht.

Baustelle Nr. 4 – Die Leinenführigkeit

Die Leinenführigkeit ist unsere größte Baustelle. Die beiden ziehen und zwirbeln sich wie verrückt umeinander und rauben mir manchmal echt den letzten Nerv. Wenn ich einzeln mit ihnen unterwegs bin hält sich das Ganze in Grenzen und ich habe sie gut unter Kontrolle und bekomme sie auch relativ schnell aus dem „Zerr-Modus“ raus, gemeinsam habe ich da aber kaum eine Chance. Wir haben schon verschiedene Techniken ausprobiert, zum Beispiel bei starkem Ziehen auf der Stelle wortlos umdrehen oder einfach stehen bleiben, bis die Leine wieder locker ist. Bei Hayley hat die Sache mit dem Umdrehen ganz gut geklappt, bei Darida allerdings so gar nicht. Die schaut mich nur verdutzt an und fragt sich, was mit ihrem Frauchen gerade nicht stimmt. Ich bin also noch auf der Suche nach der für uns perfekten Lösung.
Aber: Wir arbeiten daran. Es sind Baustellen, die vor einigen Monaten viel größer waren. Stück für Stück wird es besser und wir erfreuen uns an den kleinen Fortschritten. Ich hoffe, dass wir das ein oder andere im Laufe der nächsten Monate dann auch abhaken können.
Bis bald,
 
eure Cavaliermaedchen!
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1 Kommentar

  • Reply Anke & ihre Patterdales

    Ich glaube, die Freunde zu erziehen, ist der schwerste Brocken. Bei der Leinenführigkeit (ich habe auch zwei) habe ich nach jahrelangem ziehen mit Leckerli gute Erfolge erzielt. Immer wenn der Rüde nach mir schaut, gibt es ein Lob und ein Leckerli. Das klappt sehr gut auf unserer Hausstrecke, aber in unbekannten Gebieten nicht so gut. Aber er weiß immer, was ich will, wenn ich stehen bleibe, kommt er zurück. Zur Belohnung geht's weiter. Meine Hündin zieht nur selten, deswegen hat mir die Methode nicht gefallen, umzudrehen und ihr einen Ruck zu verpassen, wenn der Rüde zieht. Ich wünsche Dir viel Spaß und Erfolg! Es gibt immer was zu tun, packen wir es an. Liebe Grüße Anke

    15/01/2018 at 12:29
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