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Urlaub mit Hund – Hilfe, mein Hund ist krank [Anzeige]

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Es ist soweit: für viele beginnt mit den ersten warmen Tagen des Jahres auch die Urlaubssaison. Manche zieht es jetzt schon ins Warme, andere warten bis zum Sommer. Aber viele Hundehalter haben zumindest eines gemein: Es ist kein richtiger Urlaub, wenn der geliebte Vierbeiner nicht dabei ist. Vor ziemlich genau einem Jahr war es auch bei mir endlich soweit – Urlaubszeit mit Hunden! Also packte ich die beiden Cavaliermädchen ein und traf mich mit vielen gleichgesinnten Mädels in Julianadorp (Nordholland) um ein paar Tage die Seele baumeln zu lassen.

Nach sechs langen Stunden Autofahrt, waren wir drei endlich da und ich freute mich auf meine wohlverdiente Erholung nach dem ganzen Prüfungsstress. Für den nächsten Tag planten wir zuallererst eine schöne lange Runde mit der ganzen Cavaliermeute am Strand. Dass Darida und ich nicht dabei sein würden, ahnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

„Ich glaube Daridas Auge sieht nicht gut aus“

… war mein erster Satz, als ich morgens ins Wohnzimmer unserer Ferienwohnung kam. Daridas Auge war über Nacht stark angeschwollen. Wir probierten es mit verschiedenen Augentropfen, aber als auch nach zwei Stunden keine Besserung eintrat, schauten wir uns das Auge nochmal genauer an. Daridas Mama Minchen hatte nur ein paar Tage zuvor ähnliche Symptome. Für uns stand fest: Wir müssen zum Tierarzt.

 

Plötzlich kam ich mir total verloren vor – in einem fremden Land, in dem sie meine Sprache nicht sprechen, muss ich jetzt mit meinem Hund einen Arzt finden. Zum Glück hat die Bekannte, deren Ferienwohnungen wir gemietet haben, einen kleinen Ordner mit Notfallnummern zusammen gestellt, unter denen sich auch zwei Nummern von nahe gelegenen Tierärzten befanden. Ich rief an und machte einen Termin, kurz danach fuhren wir hin. Der Verdacht bestätigte sich – Darida hatte einen Cornea-Defekt.

Was ist ein Cornea-Defekt?

Bei der Cornea handelt es sich um die Hornhaut. Normalerweise ist diese durchsichtig und glatt, mit einer typischen Wölbung. Ein Cornea-Defekt kann unterschiedliche Schweregrade haben und reicht von einer äußeren Verletzung des Epithelgewebes bis hin zu Infektionen. In den meisten Fällen wird bei so einer Verletzung/ Infektion die Linse des Auges trüb – so auch bei Darida. Abgesehen von den starken Schmerzen ist meistens auch noch die Sehfähigkeit beeinträchtigt.

Typische Symptome sind also ein trübes, milchiges Auge, welches vom Hund meist zusammengekniffen wird. Bei Darida äußerte es sich zusätzlich durch starkes blinzeln und durch Abreiben des Auges mit den Pfoten.

Wie werden Cornea-Defekte behandelt?

Je nach Schweregrad der Verletzung, die durch eine fluoreszierende Flüssigkeit ermittelt wird, ist ein operativer Eingriff nötig. Da der Cornea-Defekt von einer leichten Schramme bis zur fast vollständigen Durchtrennung der Hornhaut reicht und sich Fremdkörper im Auge befinden könnten, ist ein sofortiger Tierarztbesuch unumgänglich!

Auch wenn die Tierärztin bei Darida zuerst von einer Operation ausging, war ihre Augenverletzung zum Glück oberflächlich genug, damit diese nicht nötig war. Die Tierärztin gab uns eine antibiotische Salbe und Vitamin E Topfen mit, welche ich Darida alle zwei Stunden abwechselnd lokal auf/ in das Auge gab. Zusätzlich bekam sie Schmerzmittel. Innerhalb von ca. 10 Tagen hatte der Spuk zum Glück ein Ende und die Verletzung heilte vollständig, bis auf einen winzigen milchigen Punkt, ab.

Diese Übersicht zeigt: Ein vermeintlich kleines Wehwehchen kann ganz schnell ganz schön teuer werden.

Was hat das Ganze gekostet?

Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass es ganz egal ist, wie teuer eine tierärztliche Behandlung sein wird: Solange wir unseren Lieblingen helfen können, tun wir es auch. Aber ich weiß auch, dass nicht jeder auf einem Haufen Kohle sitzt. Besonders im Urlaub macht man sich dann vielleicht doch Gedanken darüber, wie sich das Ganze finanziell auswirkt.

Wir haben eine vergleichsweise hohe Tierarztrechnung bekommen, da wir den nächstgelegenen Tierarzt aufsuchten, der nun mal im Touristengebiet praktiziert. Zuhause bei unserer „Tierarztpraxis des Vertrauens“ hätten wir knapp die Hälfte bezahlt – wenn nicht sogar weniger. Da wir Zuhause noch etwas Salbe und Schmerzmittel besorgen mussten, haben wir den Betrag aber auch noch obendrauf gezahlt. Ich habe zum Glück den Luxus, dass ich mich darüber nicht weiter ärgern musste. Das liegt aber nicht daran, dass ich mit dem goldenen Löffel im Mund großgeworden bin oder im Lotto gewonnen habe, sondern schlichtweg an unserer Hundekrankenversicherung.

Wofür brauche ich eine Hundekrankenversicherung? Reicht nicht auch ein OP-Schutz?

Wie ihr an meiner kleinen Horrorstory (der Schock sitzt bei mir zumindest immer noch irgendwie tief) sehen konntet, reicht ein OP-Schutz nicht unbedingt. Ich erkläre euch den Unterschied zwischen OP-Schutz und Krankenversicherung anhand eines Beispiels, nämlich der AGILA Haustierversicherung AG :

OP-Kostenschutz:

Beim OP-Kostenschutz werden, wie der Name schon sagt, die Operationskosten übernommen. Darin enthalten sind die Kosten für die Unterbringung in einer Tierklinik, die Kosten der Nachbehandlung; sowie ein Auslandsschutz. Letzterer würde im Fall von Darida greifen, wenn eine Operation am Auge nötig gewesen wäre. Bei AGILA ist keine Selbstbeteiligung nötig (Ausnahme: Tarif „OP-Kostenschutz 24“), bei einer Übernahme von Kosten bis zum 3-fachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte.

Für alle die an dieser Stelle nicht wissen, was es damit auf sich hat: Die Bundestierärztekammer beschließt in regelmäßigen Abständen wie viel Tierärzte in Deutschland ihren Patienten bzw. deren Besitzern für eine Behandlung in Rechnung stellen sollten. Dabei wird zwischen dem 1-fachen, dem 2-fachen und dem 3-fachen Satz unterschieden. Eine Untersuchung des Hundes mit Beratung kostet nach dem 1-fachen Satz beispielsweise 13,47€ und nach dem 3-fachen bereits 40,41€ (Quelle: Gebührenordnung für Tierärzte vom 28.Juli 1999 mit Gebührensätzen nach 3.Verordnung zur Änderung der GOT vom 19.Juli 2017: S.14).

Tierkrankenversicherung

Die Tierkrankenversicherung deckt im Gegensatz zum OP-Kostenschutz tierärztliche Behandlungen ab, inklusiver Vorsorge, Nachbehandlungen und Operationen. Wie der Name schon impliziert, handelt es sich hierbei um einen Kranken- und Unfallschutz. Das heißt, es werden auch die Kosten für die Unterbringung in einer Tierklinik übernommen und die Kosten für Arzneimittel und Diagnostik (beispielsweise Ultraschall oder MRT). Bei AGILA werden zusätzlich Vorsorgemaßnahmen wie Impfungen und Wurmkuren übernommen, bis zu einer bestimmten Summe.

Auch hier werden die Kosten bis zum 3-fachen Satz der GOT-Ordnung übernommen. Die AGILA Haustierversicherung AG übernimmt zusätzlich die Kosten für alternative Therapien, wie beispielsweise einer Physiotherapie oder Homöopathie. Im Gegensatz zu vielen anderen Versicherungen, überweist AGILA, je nach Wahl, die Kosten direkt an den Tierarzt oder an den Besitzer.

Aufgrund der schnellen Behandlung konnte Darida unseren Urlaub dann doch noch genießen!

Lohnt sich das Ganze?

Diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten. Mit dem Einzug von Darida hatten der Lieblingsmann und ich uns einstimmig für eine Versicherung der beiden Mädels entschieden. Für uns hat es sich schon mehr als gelohnt, da Hayley beispielsweise nach dem Urlaub an einer Infektion erkrankte, in dessen Folge sie innerhalb weniger Stunden stark austrocknete und somit das erste Mal über Nacht in der Tierklinik am Tropf bleiben musste. Es war wirklich eine Erleichterung, nicht darüber nachdenken zu müssen, was für eine Behandlung ich mir für mein Tier leisten kann – sondern einfach aus dem Bauch heraus zu entscheiden.

Nur, damit es hier nicht zu Missverständnissen kommt: Für unsere Hunde ist uns kaum eine Behandlung zu teuer und wir würden jeden Cent mit beiden Händen zum Fenster rauswerfen, wenn es den beiden helfen würde. Wenn die finanziellen Puffer mal nicht ausreichen sollten, würden wir uns selbstverständlich auch an die Bank unseres Vertrauens wenden, um so die Geldbeutel ein wenig zu füllen. Hauptsache, den Mädels geht es gut. Aber es ist viel schöner, sich darüber eben keinen Kopf machen zu müssen.

Kurzes Fazit: Ich selbst würde für jeden weiteren Hund wieder eine Tierkrankenversicherung abschließen.

 

Bis bald, 

eure Cavaliermaedchen!

 

 

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